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Als ich noch in der Grundschule war, haben wir jeden Morgen vor dem Frühstück zusammen gebetet. Einen Satz hat meine Mutter häufig gebetet: "Lieber Heiland, lass uns heute ein Licht für dich sein." Diese Metapher stammt aus er Bergpredigt. Jesus selbst sagte zu seinen Zuhörern: Ihr seid das Licht, das die Welt erhellt So lesen wir es in Matthäus 5, 14. Erklärend fügte er hinzu: Eine Stadt, die hoch auf dem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Man zündet ja auch keine Öllampe an und stellt sie unter einen Eimer. Im Gegenteil: Man stellt sie so auf, dass sie allen im Haus Licht gibt. Das Online-Lexikon Wikipedia erklärt, was es mit dem Licht in der Physik auf sich hat: "Das Licht ist im Allgemeinen der für den Menschen sichtbare Bereich der elektromagnetischen Strahlung. Eine genaue Grenze lässt sich jedoch nicht angeben, da die Empfindlichkeit des menschlichen Auges an den Grenzen des Lichtspektrums nicht abrupt, sondern allmählich abnimmt." Diese naturwissenschaftliche Erklärung kann man gut auf Jesus Aussagen in der Bergpredigt übertragen. Wenn er uns auffordert Licht zu sein, dann weiß er als Schöpfer der Naturgesetze genau, dass Licht sehr unterschiedlich leuchtet. Es gibt beispielsweise Xenonlicht, das einen Autofahrer bei Nacht beinahe erblinden lässt. Es gibt aber auch "Funzeln", die kaum Leuchtkraft besitzen, sondern gerade mal genug Helligkeit spenden, um sich vage zu orientieren. So ist das bei uns Christen auch. Einige leuchten durch ihre "guten Werke" so hell, dass man sich abwenden muss, weil man die Helligkeit nicht ertragen kann. Andere leuchten so gering, dass man zweimal hinschauen muss, um sie als Lichtquelle bzw. als Christ zu identifizieren. Wieder andere strahlen erst ganz hell, verblassen mit der Zeit immer mehr und gehen schließlich ganz aus, wenn sie keine Energie mehr haben. Ich glaube, dass Jesus das Bild des Lichts mit Bedacht ausgewählt hat, um uns durch die Blume zu sagen, dass er jede Form von Licht schätzt und braucht. Selbst das geringste Licht, die schwächste „Funzel“ kann anderen den richtigen Weg ausleuchten. Diese Andacht wurde von unserer Berlin-Mitteldeutschenvereinigung der Jugendabteilung geschrieben. |